Durchschnittslohn in Tschechien im 3.Quartal um 4,8% gestiegen
Im 3.Quartal 2009 ist der nominale monatliche Bruttodurchschnittslohn in Tschechien im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um 4,8% gestiegen. Der reale Durchschnittslohn ist um 4,7% gestiegen. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Strukturänderungen des tschechischen Arbeitsmarktes zurückzuführen, insbesondere auf die Entlassung der Arbeitnehmer mit niedrigen Löhnen und Reduzierung des Krankenstandes. Die Gesamtsumme der Löhne ist um 2,4% und die Anzahl der Arbeitnehmer um 6,9% gesunken.
Der nominale monatliche Bruttodurchschnittslohn betrug im 3.Quartal 23.350 CZK (etwa 916 EUR) und ist gegenüber dem 2.Quartal saisonbereinigt um 1,5% gestiegen.
Die Lage auf dem tschechischen Arbeitsmarkt ist weiterhin nicht entspannt. Nur im 3.Quartal wurden 279.000 Arbeitnehmer entlassen, davon die meisten (203.000) in der Industrie. Die Entlassungswelle hat auch langsam die Dienstleistungsbranche erreicht.
Zu deutlicher Lohnerhöhung ist es in 2009 bisher nur in Ausnahmefällen gekommen. Auf der anderen Seite wurde bisher nur begrenzte flächendeckende Lohnsenkung in den Unternehmen verzeichnet. Vielmehr wurden außerordentliche Prämien und Benefits für Mitarbeiter gekürzt.
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